Erst vergangenes Wochenende war sie in Kraft getreten, nun könnte die Impfpflicht in Österreich bald schon wieder Geschichte sein. Wenn sich ein Expertenrat gegen sie ausspreche, werde man sich daran halten, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Mehr im Liveticker.Anzeige

Die in Österreich gerade in Kraft getretene allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus könnte bald schon wieder ausgesetzt werden. Wenn sich ein Expertenrat dafür ausspreche, werde man sich daran halten, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) nach einem Bericht der Zeitung „Krone“ vom Sonntag in einem Interview.

Das österreichische Gesetz gehört zu den strengsten in Europa. Andere Länder haben lediglich eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen verhängt. Auch in Deutschland wird über eine Corona-Impfpflicht diskutiert.

Das am vergangenen Wochenende in Kraft getretene Gesetz werde ständig evaluiert, sagte Nehammer. „Eine Kommission von Juristen und Ärztinnen und Ärzten beurteilt ständig neu, ob Impfen noch das rechtmäßige Mittel ist“, sagte Nehammer. Auf die Frage, ob das Gesetz schon bald Geschichte sein könne, sagte der Kanzler: „Wenn es die Expertinnen und Experten so beurteilen und der Regierung vorschlagen, dann ja. Der Sinn dieses Gesetzes war es nie, eine Zwangsmaßnahme zu setzen, sondern die richtige Antwort zur richtigen Zeit auf die jeweilige Gefährlichkeit des Virus zu finden.“

Alle Entwicklungen im Liveticker:

22:38 Uhr – Expertenrat: Corona-Lockerungen unter bestimmten Bedingungen möglich

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Der Expertenrat der Bundesregierung hält unter bestimmten Bedingungen Lockerungen von Corona-Maßnahmen in den kommenden Wochen für möglich. „Die Zahl der SARS-CoV-2 Infektionen ist bisher kontinuierlich angestiegen, eine Plateaubildung und ein nachfolgender Abfall für die Omikron (BA.1) Welle ist aber in den kommenden Wochen zu erwarten“, hieß es in der sechsten Stellungnahme des Rates. „Für diesen Zeitpunkt ist es wichtig, vorausschauend Öffnungsstrategien zu planen und diese Schritte verständlich zu kommunizieren.“

Der Rat betonte, ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast. „Ein Zurückfahren staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen erscheint sinnvoll, sobald ein stabiler Abfall der Hospitalisierung und Intensivneuaufnahmen und -belegung zu verzeichnen ist.“

20:44 Uhr – Journalisten bei Corona-Demo in Dresden angegriffen

Bei einer nicht angezeigten Veranstaltung von Kritikern der Corona-Maßnahmen im Dresdner Stadtteil Laubegast sind zwei Jungjournalisten und ihre Begleitung angegriffen worden. Mehrere Teilnehmer attackierten sie nach Angaben der Polizei, die Angegriffenen wehrten sich offenbar mit Pfefferspray. Beamte stellten die Personalien mehrerer Beteiligter fest und leiteten Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. „Die Ermittlungen zu dem Fall laufen noch“, sagte ein Polizeisprecher.

19:40 Uhr – Kanadische Polizei räumt von Lkw-Fahrern blockierte Grenzbrücke

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Die Polizei ist in Kanada und Frankreich entschieden gegen verbotene Protestkonvois gegen die Corona-Regeln vorgegangen. Die kanadische Polizei räumte am Sonntag die wichtige Ambassador-Brücke zwischen der Provinz Ontario und der US-Metropole Detroit. In Paris nahmen die Einsatzkräfte am Samstag fast hundert Menschen fest und verhinderten weitgehend eine Blockade der französischen Hauptstadt durch die selbst ernannten „Freiheitskonvois“.

In Kanada hatten Lkw-Fahrer ihre Blockade des wichtigen Grenzübergangs trotz einer Gerichtsanordnung fortgesetzt. Laut dem Gerichtsbeschluss hätten sie die Ambassador-Brücke am Freitagabend bis 19.00 Uhr Ortszeit verlassen müssen. Am Samstag begann dann ein massives Polizeiaufgebot mit der Räumung, konnte jedoch zunächst nicht alle Lkw von der Brücke holen.

18:39 Uhr – Steinmeier befürchtet Fortsetzung von Protesten nach Corona-Ende

Der erneut gewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht eine Fortsetzung von Protesten in Deutschland auch nach dem Ende der Corona-Pandemie voraus. „Ich befürchte, dass diese Art des Protestes, der sich gegen Demokratie und Entscheidungsprozesse richtet, nicht mit dem Ende der Pandemie zu Ende sein wird, dass die Organisationen auf der Suche nach neuen Themen sind, auch nach neuen Ängsten, die es in der Gesellschaft gibt, um sie für ihre Zwecke auszunutzen“, sagte Steinmeier am Sonntag den Sendern RTL und ntv.LESEN SIE AUCH

Kombo Frank-Walter Steinmeier Alan Posener

BUNDESPRÄSIDENT STEINMEIEREndlich eine große Rede. Das Land hat sie verdientAnzeige

„Dazu könnte in der Tat auch der Kampf gegen den Klimawandel beziehungsweise die Maßnahmen gegen den Klimawandel gehören“, ergänzte Steinmeier. Zu Klimaaktivisten, die Autobahnen blockieren, sagte Steinmeier: „Wir haben genügend legitime Protestformen in Deutschland.“ Das Grundgesetz sehe zwar Versammlungsfreiheit vor, aber begründe keine Straffreiheit. „Auch während Demonstrationen können Straftaten begangen werden und wer zivilen Ungehorsam leistet, muss sich auch darauf einstellen, dass solche Straftaten verfolgt werden.“

16:20 Uhr – Ein Fünftel der Krankenhausärzte wollen sich „definitiv“ beruflich umorientieren

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat vor der nächsten Verhandlungsrunde für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern eine Umfrage veröffentlicht, laut der eine hohe Unzufriedenheit unter den Medizinern herrscht. Ein Fünftel der Ärztinnen und Ärzte plane „definitiv“ eine berufliche Zukunft außerhalb des Krankenhauses, ergab die am Sonntag vom Marburger Bund veröffentlichte Umfrage unter 3300 Mitgliedern.

Außerdem gaben demnach 60 Prozent der Klinikärzte an, dass sie sich „zunehmend“ erschöpft fühlten. 31 Prozent der Krankenhausärzte fühlen sich sogar „immer“ erschöpft. 71 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass durch die Corona-Pandemie ihre Arbeitsbelastung gestiegen sei.LESEN SIE AUCH

LAGE DER KLINIKEN„Unerheblich, ob Patient mit oder wegen Corona im Krankenhaus liegt“

14:55 Uhr – Trucker-Proteste in Kanada halten trotz Polizeieinsatz an

Kanadische Trucker haben am Wochenende trotz mehrerer Polizeieinsätze ihre Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung fortgesetzt. Auf der wichtigen Grenzbrücke zwischen der Stadt Windsor in Kanada und Detroit in den USA begann die Polizei am Samstag mit der Auflösung von Blockaden. „Wir fordern alle Demonstranten auf, das Gesetz zu befolgen und friedlich zu handeln“, hieß es im Kurznachrichtendienst Twitter. Nachdem aber viele Demonstranten blieben, habe es auch Festnahmen gegeben und Fahrzeuge seien abgeschleppt worden, hieß es am Sonntag. Auch andernorts in Kanada, wie etwa in der Hauptstadt Ottawa, gingen die Proteste weiter.LESEN SIE AUCH

Trucker und Klimaaktivisten – eine Protestform, zwei Realitäten

AKTIVISTENWarum die Straßenblockaden in Kanada und in Berlin nicht das gleiche sind

Premierminister Justin Trudeau traf sich am Samstag mit seinem Krisenteam. „Wir werden weiter sicherstellen, dass die zuständigen Behörden auf Stadt-, Provinz- und Landesebene das haben, was sie brauchen, um diese Blockaden zu beenden und die Sicherheit der Bevölkerung zu schützen“, teilte er danach mit. Bereits zuvor hatte Trudeau angesichts der seit rund drei Wochen anhaltenden Trucker-Proteste die gewaltsame Auflösung von Blockaden nicht ausgeschlossen und die Blockaden illegal genannt. Mit Ontario hat eine der betroffenen Provinz den Notstand ausgerufen.

14:53 Uhr – „Fast ein Wunder“: Uroma Mina übersteht Corona und wird 109

Mina Hehn hat über Weihnachten eine schwere Covid-19-Erkrankung überstanden und an diesem Sonntag in Stuttgart ihren 109. Geburtstag gefeiert. Nun ist sie fideler denn je. „Ja, ich bin a bissle fitter als an meinem letzten Geburtstag“, sagt die alte Dame der Deutschen Presse-Agentur. Das liege auch daran, dass die „Abtrennung“ endlich vorbei sei. Vor einem Jahr konnte ihre Familie sie während des Lockdowns im Pflegeheim kaum besuchen. „Abwechslung hat man schon gern.“ Durften die Verwandten ihr zum 108. Geburtstag nur vom Garten aus ein Ständchen singen, ging es diesmal mit Tochter, Enkeln und Urenkeln ins Café. Dort wartete ein Kuchen in Herz-Form.

14.35 Uhr – Mehrere Tausend in Frankfurt/Main gegen Corona-Schutzmaßnahmen

Rund 3.600 Menschen sind nach Angaben der Polizei am Samstag in Frankfurt/Main gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf die Straße gegangen. Die Demonstration unter dem Titel „Selbstbestimmung des Einzelnen, Solidarität für Menschlichkeit, keine Spaltung der Gesellschaft, Achtung der Grundrechte und wahrheitsgemäße Erfüllung des öffentlichen Medienauftrags“ sei unterwegs zeitweilig gestoppt worden, weil die Masken- und Abstandspflicht zunehmend missachtet worden sei, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Ein Teilnehmer, der sich vehement geweigert hatte, einen Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen, sei ausgeschlossen worden. Dieser habe daraufhin Polizisten angegriffen und einen Beamten verletzt. Der Mann sei festgenommen worden. Gegen Ende der Demonstration hätten Polizisten erneut zwei Teilnehmer ausgeschlossen, die „vehement gegen die Auflagenverfügung verstoßen“ hätten. Einer habe bei der Feststellung der Personalien Widerstand geleistet und sei auch festgenommen worden.LESEN SIE AUCH

Kombo Doll Autobahnblockade

AMPEL-KOALITIONKlima-Blockade legitim, Corona-Demo unerwünscht? Ein fragwürdiges Rechtsverständnis

13.31 Uhr – Ministerpräsident Günther: Bis Ostern Maskenpflicht-Ende angehen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat in der Corona-Pandemie ein Ende der Maskenpflicht in Aussicht gestellt. Das sei zwar erst der letzte Lockerungsschritt, und einen genauen Zeitpunkt könne man noch nicht nennen, „weil diese Schutzfunktion gerade gegenüber vulnerablen Gruppen schon eine wichtige ist“, sagte der CDU-Politiker dem Fernsehsender Welt. „Aber auch das ist ein Weg, den wir jetzt beschreiten müssen – und je heller es wird, je mehr Ostern auch naht, glaube ich, können wir auch solche Schritte ins Auge fassen.“LESEN SIE AUCH

Cute young girl wearing big glasses, looks fed up as she rests her head on her hand. Conceptual with space for copy.

CORONA-FOLGENWarum sich Kinder an die Pandemie anpassen – und trotzdem leiden

Medizinische Experten hatten Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen nur für vertretbar erachtet, wenn eine FFP2-Maskenpflicht zumindest in Innenräumen besteht und allemal zum Schutz von Risikogruppen. Der als eher lockerungsgeneigt geltende Virologe Hendrik Streeck hatte davon gesprochen, dass im Sommer seiner Ansicht nach auf Masken verzichtet werden könne.

11.23 Uhr – 7.000 demonstrieren in Düsseldorf gegen Corona-Maßnahmen

In Düsseldorf sind am Samstag wieder mehrere tausend Gegner der Corona-Politik in NRW auf die Straße gehen. Wie die Polizei Düsseldorf am Samstagabend mitteilte, beteiligten sich nahezu 7.000 Menschen an dem Protest durch die Innenstadt. Auch ein Gegenprotest war demnach angemeldet worden. In der Spitze nahmen 400 Menschen teil, wie die Polizei erklärte. Beide Versammlungen verliefen demnach weitestgehend störungsfrei und friedlich. Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei vor Ort eingesetzt, um die Demonstranten zu trennen und den Verkehr in der Innenstadt zu regeln.

10.35 Uhr – Paare in Thailand sollen am Valentinstag beim Sex Masken zum Schutz vor Corona tragen

Es dürften ungebetene Liebesratschläge für Paare in Thailand sein: Die Gesundheitsbehörden des ostasiatischen Landes haben Verliebte aufgefordert, auch am bevorstehenden Valentinstag die Pandemiemaßnahmen zu berücksichtigen – und auch beim Sex eine Maske zu tragen. „Covid ist keine sexuell übertragbare Krankheit, aber sich durch Atmen bei engem Kontakt oder durch den Austausch von Speichel mit Covid anzustecken, ist möglich“, betonte der Chef der Behörde für reproduktive Medizin, Bunyarit Sukrat, am Freitag.

In Thailand breitet sich das Coronavirus derzeit wieder stärker aus. Die Gesundheitsbehörden haben die Befürchtung geäußert, dass der Valentinstag am Montag den Trend noch verstärken könnte – auch wenn klar sei, dass die Menschen auch an anderen Tagen im Jahr Sex hätten.MEHR DAZU HIER:

Während die Menschen in Bangkok Valentinstags-Geschenke kaufen, warnt die thailändische Gesundheitsbehörde vor Sex ohne Maske

VALENTINSTAGThailand empfiehlt Paaren, auch beim Sex Masken zum Schutz vor Corona zu tragen

10:12 Uhr – Niederländer feiern trotz Verbot Partys

Tausende Niederländer haben sich in der Nacht über Corona-Verbote hinweggesetzt und in Nachtclubs und Diskotheken durchgefeiert. In mehreren Städten seien Clubs ausverkauft gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Mit der Aktion „De Nacht staat open“ (Die Nacht steht offen) protestierten Gastro-Unternehmen in Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und weiteren Städten gegen Corona-Regeln, die eine Schließung um spätestens 22.00 Uhr vorschreiben.

In Amsterdam blieben Nachtlokale trotz angedrohter Geldstrafen in Höhe von 4500 Euro offen. Anderswo, darunter Maastricht und Groningen, sagten Clubbetreiber angesichts drohender Strafen von bis zu 50.000 Euro geplante Protest-Partys ab. Daraufhin kamen Tausende von jungen Leuten zu illegalen Ravepartys im Freien zusammen, berichtete die Zeitung „Algemeen Dagblad“.

10:02 Uhr – Knapp 100 Festnahmen bei Protestkonvois in Paris

Die Pariser Polizei hat bei den verbotenen Protestkonvois von Gegnern der Corona-Beschränkungen in der französischen Hauptstadt am Samstag 97 Menschen festgenommen. Zudem seien 513 Verwarnungen verhängt worden, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Bilanz der Polizeipräfektur. Die Beamten seien am Sonntag weiterhin um Einsatz, um eine Blockade der Stadt durch die selbsternannten „Freiheitskonvois“ zu verhindern, teilte die Polizei auf Twitter mit.

Bild aus der Nacht
Bild aus der NachtQuelle: REUTERS

09:30 Uhr – Vietnam hebt Einschränkungen bei internationalen Flügen auf

Vietnam hebt ab dem 15. Februar alle Einschränkungen beim internationalen Flugverkehr auf. Die Zahl der Flüge solle wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie liegen, berichtet die staatliche Zeitung Tuoi Tre unter Berufung auf den Vizechef der Luftfahrtbehörde Dinh Viet Son.

05:16 Uhr – Viele Krankenhausärzte wollen sich „definitiv“ beruflich umorientieren

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat vor der nächsten Verhandlungsrunde für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern eine Umfrage veröffentlicht, laut der eine hohe Unzufriedenheit unter den Medizinern herrscht. Ein Fünftel der Ärztinnen und Ärzte plane „definitiv“ eine berufliche Zukunft außerhalb des Krankenhauses, ergab die am Sonntag vom Marburger Bund veröffentlichte Umfrage unter 3300 Mitgliedern.

Außerdem gaben demnach 60 Prozent der Klinikärzte an, dass sie sich „zunehmend“ erschöpft fühlten. 31 Prozent der Krankenhausärzte fühlen sich sogar „immer“ erschöpft. 71 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass durch die Corona-Pandemie ihre Arbeitsbelastung gestiegen sei.LESEN SIE AUCH

Angelique Coetzee

OMIKRON-ENTDECKERIN„Man wird mich nicht zum Schweigen bringen“

Am Montag und Dienstag wollen der Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände in vierter Runde in dem Tarifkonflikt verhandeln. Bei den jüngsten Gesprächen im Dezember lehnte die Ärztegewerkschaft das Arbeitgeberangebot als „komplett inakzeptabel“ ab.

Das Angebot sah eine Entgelterhöhung von insgesamt 3,3 Prozent für die Jahre 2023 und 2024 sowie eine Corona-Sonderzahlung von 1200 Euro vor. Die Gewerkschaft fordert rückwirkend zum 1. Oktober fünfeinhalb Prozent mehr Gehalt sowie weitere Verbesserungen. Die Tarifverhandlungen betreffen 500 Kliniken in Deutschland.

04:49 Uhr – Faeser – Söder muss sich bei Impfpflicht an Grundgesetz halten

Der bayrische Ministerpräsident Söder muss sich bei der Umsetzung der Impfpflicht in Kliniken und Pflegeheimen an das Grundgesetz halten. Dies verlangt Bundesinnenministerin Nancy Faeser in einem Zeitungsinterview. „Die Impfpflicht in Kliniken und Pflegeheimen ist eine bundesrechtliche Regelung, die Markus Söder selbst im Bundesrat mitbeschlossen hat. Ich erwarte von Herrn Söder, dass er die Impfpflicht umsetzt“, sagte Faeser der „Bild am Sonntag“ einem Vorabbericht zufolge.LESEN SIE AUCH

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Söder hatte angekündigt, die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Bayern vorerst nicht umzusetzen. Faeser sagte dazu, sie könne sich nicht vorstellen, dass Söder Grundprinzipien der Verfassung infrage stelle. Sie werde das Bundesrecht einfordern.

04.28 Uhr – FDP-Chef fordert deutliche Lockerungen

Drei Tage vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz hat FDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner Bund und Länder zu umfassenden Lockerungen aufgerufen. Nach dem Treffen am Mittwoch müsse es einen „spürbaren Unterschied in unserem Alltag“ geben, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“. „Klar ist, dass man zu forsch beim Öffnen sein kann. Diese Gefahr ist aber inzwischen äußerst überschaubar.“

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hält dem Bericht zufolge weiter an der Aufhebung aller Maßnahmen am 19. März fest. Er sagte der Zeitung: „Und damit das nicht auf einen Schlag passiert, sollten wir bereits jetzt anfangen, erste Einschränkungen Schritt für Schritt zurückzunehmen.“

Habeck kündigt Öffnungsfahrplan an

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Nach Lockerungsüberlegungen von Bundeskanzler Olaf Scholz präsentiert nun Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck einen Öffnungsplan. Nach dem Willen des Grünen-Politikers sollten erste Öffnungsschritte bereits bei der kommenden Bund-Länder-Runde vereinbart werden. Wobei in einigen Bundesländern seit heute schon gelockert wird.

Quelle: WELT/Fanny Juschten

Angesichts der Lockerungen in anderen Ländern und den insgesamt milder verlaufenden Omikron-Erkrankungen werden auch in Deutschland zunehmend Forderungen nach raschen Erleichterungen laut. Am Mittwoch Februar findet der nächste Bund-Länder-Gipfel statt.

03:33 Uhr – Kommunen fordern einheitliche Öffnungsschritte

Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben die Kommunen auf einheitliche Öffnungsschritte gefordert. „Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie wollen die Menschen und die Wirtschaft endlich ein Hoffnungssignal“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Als erstes sollten bundesweit die Zugangsbeschränkungen (2G und 2G-Plus) im Einzelhandel entfallen.

„Zusätzlich sollten Erleichterungen insbesondere für Jugendliche und bei Sportveranstaltungen bundeseinheitlich vorgegeben werden“, forderte er.LESEN SIE AUCH

08.02.2022, Bayern, Bayreuth: Barkeeper Hermann (M) stellt Moritz (l) und Önder an der Bar des "Liebesbier Urban Art Hotel" je ein weiteres Bier auf den Tresen. In Bayern gelten ab Mittwoch, 09.02.2022 zahlreiche Corona-Lockerungen, wie z.B. keine Sperrstunde mehr in der Gastronomie. Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

MPK KOMMENDE WOCHESPD-Länder wollen Corona-Maßnahmen bis 19. März weitgehend zurücknehmen

Eine Überlastung der Krankenhäuser zeichne sich nicht ab, betonte Landsberg. Es sei auch zu erwarten, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in wenigen Tagen erreicht sei und die Zahlen wie in anderen Ländern kontinuierlich sänken.

Der Hauptgeschäftsführer rief Bund und Länder dazu auf, mit einer Stimme zu sprechen. „Ohne das notwendige Verständnis, die Transparenz und die Akzeptanz bei den Menschen werden alle möglichen Maßnahmen nur schwer umsetzbar sein“, mahnte er.

01:49 Uhr – EU-Wirtschaftskommissar sieht keinen Grund mehr für Impfpflicht

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sieht keinen Grund mehr für eine Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. „Die Diskussion um eine Impfpflicht gegen Covid-19 hatte vor Monaten ihre Berechtigung. Aber ich glaube nicht, dass es jetzt an der Zeit ist, über die Impfpflicht zu diskutieren“, sagte Gentiloni den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben).LESEN SIE AUCH

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Es scheine nun ziemlich klar, dass die Schwere der Pandemie durch die vorherrschende Omikron-Variante abnehme, betonte Gentiloni. „In einigen Ländern haben wir immer noch hohe Todeszahlen als Nachwirkung früherer Wellen, einige östliche Mitgliedsstaaten mit niedrigerem Impfniveau leiden stärker unter der Pandemie. Aber insgesamt ist die Zahl der Todesfälle und die Zahl der Hospitalisierung deutlich rückläufig.“

Gentiloni machte deutlich, dass er nicht grundsätzlich gegen verpflichtende Impfungen sei. In vielen Ländern gebe es sie zum Beispiel gegen Masern. Er verwies darauf, dass jede Regierung diese Frage für sich prüfen müsse.

22:45 Uhr – Hunderte Menschen protestieren in Zürich gegen Maßnahmen

In Zürich haben am Samstag hunderte Menschen trotz eines Verbots gegen die geltenden Corona-Maßnahmen protestiert. In der größten Stadt der Schweiz versammelten sich laut Medienberichten zudem tausende Menschen unter dem Motto „Züri nazifrei – rechten Aufmarsch verhindern“ zu einer Gegendemonstration, die ebenfalls verboten war. Auf Videos war zu sehen, wie die Polizei Tränengas, Pfefferspray, Wasserwerfer und Gummigeschosse einsetzte, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.LESEN SIE AUCH

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Im Kurzbotschaftendienst Twitter rechtfertigte die Züricher Polizei dies mit der Begründung, die Demonstranten hätten versucht, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und eigene Barrikaden zu errichten. Laut der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gab es mehrere dutzend Festnahmen. Darunter waren auch rund 30 mutmaßliche Rechtsextreme.

By Rumi