Schwere Eskalation im Ukraine-Konflikt: Erstmals liefern die EU-Großmächte Deutschland und Frankreich Panzer an die Ukraine. Manche sehen das als offenen Kriegseintritt, jedenfalls ist es ein weiterer gefährlicher und kriegstreibender Schritt.

Nach Monaten der kriegslüsternen Schreie sind Deutschland und Frankreich eingeknickt, zuletzt wohl auf Zuruf der USA. Deutschland liefert Marder-Schützenpanzer an die Ukraine – zunächst bis zu 50 Stück. Der Konflikt steht keinesfalls vor einem Ende, er eskaliert weiter – weder Russland noch die Ukraine stehen vor dem Zusammenbruch. Stattdessen beteiligen sich die Großmächte Europas immer offener am NATO-Stellvertreterkrieg gegen Russland.

Freude bei Selenski

Zunächst war es Frankreich, das angekündigt hat, leichte Radpanzer an die Ukraine zu liefern. Dann telefonierten Scholz und Biden – so die offiziellen Angaben – und danach teilte das Weiße Haus mit, dass Deutschland Marder-Panzer sowie eine Patriot-Luftabwehrbatterie liefern werde. Damit stellt sich Scholz einmal mehr kompromisslos hinter die USA. Eine der kritischen Stimmen war wieder einmal Sahra Wagenknecht, die mit ihrer Position die Mehrheit der Deutschen hinter sich weiß. Zuletzt sprachen sich zwei Drittel gegen weitere Waffenlieferungen aus. Mit der Lieferung der Marder setze die Ampel auf „Eskalation statt auf Diplomatie.“

Marcus Klöckner, der Autor des Bestsellers „Möge die gesamte Republik mit dem Finger aus sie zeigen“ formuliert es drastischer: Tja. Kriegseintritt“, schreibt er auf Twitter. Die Politiker um Selenski jubeln darüber. „Endlich“ würden NATO-Staaten Panzer aus eigener Produktion liefern. Manche deutschen Journalisten stimmen überein, ihnen geht die Lieferung gleich gar nicht weit genug. Sie wollen auch schwere Panzer für die Ukraine, etwa den „Leopard“.

Kein Weihnachtsfrieden

In Russland werden dagegen die Stimmen umso lauter, die USA, Deutschland und Frankreich als Kriegspartei anzuerkennen. Gerade die zweite Reihe hinter Putin gibt Positionen, die ein schärferes Vorgehen gegen den Westen fordern. Personifikation dafür dürfte Dimtri Medwedew sein, der Annalena Baerbock mittlerweile als „Erbe der Nazis“ anspricht und sie „westliche Schweinehirtin“ nennt.

Und man reagiert auch militärisch auf die neue Eskalation. Russland stationiert nun Atomwaffen auf der Krim und in Weißrussland, wohin man auch große Mengen an Militärtechnik liefert. Ein weiterer Einmarsch über Belarus Richtung Kiew käme aktuell aber überraschend. Der Westen rechnet mit einer neuen Offensive im Donbass, wo die Schlacht um Bakhmut weitergeht, Russland jedoch langsam, aber stetig Fortschritte macht.

Auch während der orthodoxen Weihnachten – Selenski hat das Angebot einer Waffenpause für 36 Stunden abgelehnt. Laut russischen Angaben beschossen die ukrainischen Streitkräfte Donezk mit NATO-Artillerie nur fünfzehn Minuten bevor die Waffenruhe vonseiten Russlands begonnen hätte.

Quelle: tkp.at


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