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Mittlerweile gibt Washington zu, dass US-Soldaten “nahe der Frontlinien” in der Ukraine unterwegs sind. Offiziell führen sie dort “Inspektionen” der Waffenlieferungen durch. Damit geraten sie aber auch ins Visier russischer Angriffe. Die Eskalationsgefahr wächst dadurch weiter an.

Auch wenn Washington offiziell keine Truppen in die Ukraine entsendet, befinden sich dennoch US-amerikanische Soldaten vor Ort. Offiziell, so ein AP-Bericht, führen sie dort Inspektionen durch. Sie sollen laut Pentagon sicherstellen, dass die westlichen Waffenlieferungen auch tatsächlich an die Front gelangen. Immerhin gab es in der Vergangenheit mehrere Berichte, wonach die vom Westen gelieferten Kriegswaffen im Darknet zum Verkauf angeboten werden. Das ist schlechte Publicity, weshalb das Pentagon reagieren musste.

Laut dem Bericht hatte das US-Außenministerium letzte Woche eine Kampagne angekündigt, die verhindern soll, dass diese Waffen in die falschen Hände gelangen. Namentlich wurden die russischen Truppen, deren Stellvertreter und Extremistengruppen angeführt. Doch damit geraten die US-Soldaten auch in Gefahr, bei Angriffen der russischen Truppen ins Kreuzfeuer zu geraten. Diese nehmen nämlich immer wieder gezielt die ukrainischen Artilleriestellungen ins Visier – wo wahrscheinlich auch US-Soldaten unterwegs sind. Immerhin liefern die Amerikaner auch solche Waffensysteme an Kiew.

Allerdings ist auch davon auszugehen, dass diverse US-Spezialeinheiten den ukrainischen Truppen an der Front zur Seite stehen und es über kurz oder lang zu Todesfällen kommt. Der langjährige indische Diplomat M.K. Bhadrakumar fasst die daraus resultierenden potentiellen Gefahren so zusammen:

“Im Klartext heißt das, dass die USA, ob bewusst oder unbewusst, die Eskalationsleiter hinaufsteigen. Bislang umfasste die US-Intervention die Entsendung von Militärberatern in die ukrainische Militärführung, die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen in Echtzeit, die Planung und Durchführung von Operationen gegen russische Streitkräfte und die Beauftragung amerikanischer Söldner mit der Durchführung der Kämpfe, abgesehen von der ständigen Lieferung von Waffen im Wert von mehreren Milliarden Dollar. Der qualitative Unterschied besteht nun darin, dass der Stellvertreterkrieg zu einem heißen Krieg zwischen der NATO und Russland werden könnte.”

Eine wichtige Frage lautet: Wie wird die US-amerikanische Öffentlichkeit darauf reagieren, wenn das Pentagon den Verlust von Dutzenden Soldaten auf den ukrainischen Schlachtfeldern vermelden muss? Vor allem: Wie werden die US-Mainstreammedien darauf reagieren? Immerhin befinden sich diese seit Monaten quasi im Kriegseifer und fordern immer mehr Sanktionen und Strafmaßnahmen gegen Russland. Blasen sie dann auch zum Halali und damit zum Dritten Weltkrieg?

Quelle: report24.news

Von admin