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Gesunde Ernährung schützt vor ”Corona” bzw Grippe

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Gesunde Ernährung schützt vor ”Corona” bzw Grippe

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Eine gesunde Ernährung ist wichtig zum Schutz vor Covid-19, zeigen mittlerweile verschiedene Studien. Das ist kein Wunder, denn je hochwertiger die Ernährung ist, desto stärker ist das Immunsystem und desto geringer das Risiko, krank zu werden – ganz gleich ob es nun Covid-19 ist oder eine andere Krankheit.

Ihre Ernährung bestimmt Ihre Anfälligkeit für Covid-19

In verschiedenen Studien wurde bereits vermutet, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten nicht nur die Anfälligkeit für Covid-19 beeinflussen, sondern auch den Schweregrad der Symptomatik und die Dauer der Erkrankung. Schliesslich ist die Qualität der Ernährung und die optimale Versorgung mit allen Vitalstoffen entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems – sowohl des angeborenen als auch des erworbenen Immunsystems

Auch ist bekannt, dass die typischen Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf Krankheiten sind – Übergewicht, Typ-2-DiabetesArteriosklerose und Bluthochdruck – die ebenfalls als ernährungs- und lebensstilbedingt (Bewegungsmangel) gelten. Eine gesunde Ernährung stärkt also nicht nur das Immunsystem und reduziert so die Anfälligkeit für Covid-19; sie senkt darüber hinaus das Covid-19-Risiko, indem sie die üblichen Risikofaktoren auf Abstand hält oder diese beseitigen hilft.

Studie: Welche Ernährung schützt vor Covid-19?

Im Juli 2021 erschien nun eine Untersuchung (Fall-Kontroll-Studie) im Fachjournal BMJ Nutrition, Prevention & Health, in der konkret überprüft wurde, welche Ernährung zur Prävention von Covid-19 am besten geeignet ist (1).

Dazu überprüfte man vom Juli bis zum September 2020 die Ernährung von knapp 3000 Mitarbeitenden im Gesundheitswesen aus sechs Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, USA und dem Vereinigten Königreich). Es handelte sich um medizinisches Personal, die an vorderster Front Covid-19-Patienten betreuten. Da diese Personen besonders häufig Kontakt zum Coronavirus SARS-CoV2 haben, lässt sich hier sehr gut die Anfälligkeit für einen entsprechenden Infekt mit der jeweiligen Ernährung in Zusammenhang bringen.

Unter den Studienteilnehmern waren 568, die an Covid-19 erkrankten. Die übrigen 2316 galten als Kontrollgruppe. 430 der Erkrankten hatten kaum oder nur milde Symptome (kein Fieber, allenfalls etwas Husten, keine Atemnot o. ä.). 138 hatten mittelschwere bis schwere Symptome (Fieber, evtl. Anzeichen von Lungenentzündung, Atemwegsbeschwerden). Niemand der Teilnehmer hatte einen lebensbedrohlichen Verlauf, niemand musste beatmet werden o. ä.

Pflanzenbasierte Ernährung schützt am besten

Als man schaute, wie sich die Erkrankten ernährten, zeigten sich folgende Ergebnisse:

  1. Jene Teilnehmer, die sich pflanzenbasiert ernährten, hatten ein um 73 Prozent niedrigeres Risiko für einen mittelschweren oder schweren Covid-19-Verlauf als Teilnehmer, die sich normal ernährten. Mit einer pflanzenbasierten Ernährung sind vegetarische und vollwertige Ernährungsformen gemeint, also eine Ernährung, die vorwiegend aus Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen besteht und – wenn überhaupt – nur wenig Geflügel, rotes Fleisch und verarbeitete Fleischwaren enthält.
  2. Bei jenen, die pflanzenbasiert assen, aber ihre pflanzliche Ernährung mit Fisch ergänzten, war das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf um immer noch 59 Prozent geringer.
  3. Verglichen mit den pflanzenbasiert Essenden hatten jene, die sich low carb und/oder proteinreich ernährten ein fast 4-fach erhöhtes Risiko für einen mittelschweren oder schweren Verlauf.

Wer pflanzenbasiert isst, hat milderen Covid-19-Verlauf

In einer weiteren Studie, die im Juni 2021 veröffentlicht wurde (3), untersuchten Forscher der Harvard Medical School in Boston, die Daten von über 590.000 Teilnehmern. Auch hier zeigte sich, dass Personen, die sich besonders konsequent pflanzenbasiert mit viel Obst und Gemüse ernährten, ein (um 9 Prozent) geringeres Risiko hatten, an Covid-19 zu erkranken.